Qualifikation souverän gelungen!

In den ersten Monaten dieses Jahres haben wir einige Zeit nichts von uns hören lassen, was wir nun aber endlich nachholen möchten. Über einen langen Zeitraum ist im Winter auch nicht viel passiert. Sven war seit Mitte Dezember verletzt und konnte zwar Sport betreiben, allerdings keinen Kanusport. So ist er erst seit wenigen Wochen wieder auf dem Wasser. Marcel war im Einer dagegen bereits in die Saison gestartet und das mit der EM-Qualifikation vor wenigen Wochen auch erfolgreich.

Aber im Zweier konnten wir in diesem Jahr erst dreimal zusammen trainieren und somit war es mit dem Zweier-Qualifikationsrennen am vergangenen Wochenende ein Spiel gegen die Zeit … welches wir glücklicherweise gewonnen haben: Denn auch in der Saison 2025 werden wir Teil der Nationalmannschaft bleiben. Das steht nun fest. Bei der K2-Qualifikation für die Europameisterschaften ging es als unumstritten Erste über die Ziellinie.

Die Voraussetzungen der letzten Wochen und Monate waren alles andere als einfach und wir waren zunächst glücklich, dass wir nach dieser Zeit überhaupt am Start stehen konnten. Aber der Reihe nach: Was in Cottbus an diesem verlängerten Wochenende gefahren wurde war ein reiner Qualifikationswettkampf, um Medaillen ging es nicht. Die Streckenlänge betrug in allen Rennen 18,2 Kilometer und beinhaltete vier Portagen.

Am Freitag fand die für uns weniger wichtige Qualifikation im Kajak-Einer für die diesjährigen World-Games statt. Bei den World Games wird immer „nur“ über eine Strecke von ca. 19 Kilometern gefahren. Hier fuhr von uns auch nur Marcel mit und er belegte unter den deutschen Startern den zweiten Platz hinter seinem Cousin Nico Paufler, insgesamt wurde er Vierter. Auch der tschechische Kanuverband nutzte das Rennen auf der Spree für seine eigene Nationalmannschaftsqualifikation, im Gesamtrennen gewann Jakob Zavrel aus Tschechien. Gesundheitlich immer noch angeschlagen war Marcel mit seiner Leistung aber zufrieden.

Der Samstag war ein reiner Ruhe- bzw. Trainingstag, Sven nutzte ihn zur Anreise. Gestern lief die Rennvorbereitung dann reibungslos, wenngleich die Temperaturen sich gegenüber dem Freitag (27 Grad) mehr als halbiert hatten. Auch die Rennstrategie war nach erst drei Trainingseinheiten im Zweier in diesem Jahr klar: Losfahren, irgendwie den Anschluss halten oder wiederherstellen und mit möglichst wenig anstrengenden Sprints so nah wie möglich hinter den Führenden ins Ziel kommen. Es lief aber wesentlich besser: Nach dem Start konnten wir den Anschluss an den erwartungsgemäß schnellen Zweier der KG Essen mit Niklas Heuser und Simon Specht halten. Diese beendeten das Rennen nach gut einem Kilometer in Führung liegend allerdings unerwartet. Wir übernahmen die Führung und nur das Boot aus Cottbus, welches in der Junioren-Klasse gemeinsam mit der Leistungsklasse gestartet war, fuhr mit. Nach wenigen Führungswechseln konnten wir uns nach der dritten Portage absetzen und den Abstand kontinuierlich vergrößern.

Natürlich haben wir schon größere Erfolge feiern können als einen Qualifikationssieg, aber die Bedeutung des gestrigen Resultats bedeutet uns viel, denn dieser Saisonauftakt im Zweier war aufgrund der (vor allem gesundheitlichen) Unwägbarkeiten der letzten Wochen und Monate einfach sehr aufreibend. Am Ende steht für uns nun die Qualifikation für die EM fest. Eine Tatsache über die wir uns sehr freuen und die einmal mehr zeigt: Es lohnt sich akribisch weiterzuarbeiten und nicht aufzugeben, auch wenn es zwischenzeitlich nicht gut aussieht.

Jetzt freuen uns gemeinsam mit Euch auf eine spannende Saison 2025! Weiter geht es in knapp zwei Wochen, dann finden in Kassel die Deutschen Meisterschaften statt.

Danke für die Unterstützung und den Zuspruch, den wir in den letzten Monaten erhalten haben!