Nationale Qualifikation Kanurennsport

Erwartet war ein sportlich interessanter Sonntag, ein so stark besetztes Langstreckenrennen wie man es in Deutschland nur noch selten findet, ein Training unter absoluten Wettkampfbedingungen. Doch es kam etwas anders.

In den vergangenen Tagen fand in Duisburg die nationale Qualifikation für die diesjährige Kanurennsport-Nationalmannschaft statt. Nun sind die kurzen Kanurennsport-Distanzen nicht gerade unsere größte Spezialität, aber Langstreckenrennen (Streckenlänge 5.000 Meter) sind wir schon immer gerne gefahren. Und in den vergangenen Jahren wurde auf dieser Strecke national nie eine Qualifikation ausgefahren, erst recht nicht mit Portagen. Warum auch immer, aber bei der deutschen Mannschaft wurden auf Weltcups, Europa- und Weltmeisterschaften, bei denen die Langstreckenrennen bereits seit einigen Jahren mit Portagen gefahren werden, meist einfach Sprinter gesetzt. In diesem Jahr war nun beides anders: Es gab ein 5.000 Meter-Qualifikationsrennen und es wurde mit Portagen gefahren. Gemeldet waren insgesamt 27 Sportler, darunter Weltmeister und Olympiasieger.

Etwas unerwartet und für uns aus nicht bekannten Gründen meldeten dann aber kurz vor dem Rennen zahlreiche Sportler wieder ab. Am Ende standen gerade einmal fünf Boote an der Startlinie. Marcel ist natürlich trotzdem gestartet und wurde mit wenigen Sekunden Abstand Zweiter hinter seinem Cousin Nico Paufler. Die Leistung war gut und da es pro Nation zwei Startplätze gibt, warten wir nun einmal ab, denn mit diesem Ergebnis dürfte es sogar für die Qualifikation für die Kanurennsport-Nationalmannschaft gereicht haben. Aber dennoch war es natürlich etwas schade, dass so viele Sportler erst gar nicht gestartet sind.

Aber egal wie: Spaß gemacht hat es trotzdem, anstrengend war es auch und ein Erlebnis sowieso.