Wildwasser-DM: Das Beste draus gemacht

Vieles lässt sich im Leistungssport planen: Man kann sich minutiös vorbereiten, man kann versuchen das Training so zu gestalten, dass man auf den Punkt fit ist, aber letztlich muss man auch gesund sein.

Da Marcel seit der diesjährigen Marathon-EM ohnehin nur noch eingeschränkt trainieren konnte, waren die sportlichen Ziele für die Deutschen Meisterschaften im Wildwasser bereits vor dieser Woche nicht hoch gesteckt. Ungeplant kam dann aber noch eine starke Erkältung hinzu, die natürlich das Letzte ist, was man als Sportler zum Wettkampf gebrauchen kann. Aber so ist es nun einmal und darum galt es, dass Beste aus der Situation zu machen.

Beruflich bedingt kurzfristig angereist, wurden zwei Tage lang einige Vorfahrten, allerdings schon mit angezogener Handbremse, absolviert. Trotz des niedrigen Wasserstandes auf der Möll machte es aber unglaublichen Spaß, noch einmal in diesem Jahr im Wildwasser unterwegs zu sein und dann auch noch auf einem derart schönen Flussabschnitt.

Im Sprint-Einzel belegte Marcel mit zwei ordentlichen Läufen zunächst den 16. Platz, was den Umständen entsprechend völlig in Ordnung war. Im Mannschaftsrennen mit Joscha Brüggemann und Finn Hartstein kam das Team von Oberalster Hamburg dann auf den achten Platz. Hinsichtlich der Platzierung war das sicherlich etwas ärgerlich, da die Abstände zu den vorderen Plätzen nur gering waren, sportlich war es aber eine gute Leistung.

Bei den für uns wesentlich wichtigeren Classic-Rennen lief es dann besser: Marcel versuchte alles auf der Strecke zu lassen, was ging. Erkältungsbedingt war das aber bereits nach wenigen Rennminuten nicht mehr viel. Nachdem er im zweiten Streckenviertel gezwungenermaßen etwas Tempo rausnehmen musste, steigerte er sich danach und bis ins Ziel wieder etwas mehr. Dennoch war es am Ende natürlich kein ideales, für die Umstände aber immer noch gutes Rennen. Überraschenderweise reichte es sogar zum vierten Platz in der Wertung der Deutschen Meisterschaft! Das Rennen gewann Linus Becker (KSK-Köln) vor Nico Paufler (TG München).

Beim Mannschaftsrennen kamen Pelle Rück, Joscha Brüggemann und Marcel über die klassische Distanz auf den sechsten Rang, was den runden Abschluss einer schönen, aber herausfordernden Woche darstellte.